Die Medienberichterstattung über die Umwelt ist vor allem mit dem Aufkommen der Umweltbewegung in den 80er Jahren immer größer geworden. Zuvor hatte es zwar bereits Berichte über Katastrophen wie den Nuklearunfall auf Three Miles Island oder die Chemiekatastrophe in Bhopal gegeben. Aber gerade das Aufkommen der Grünen in Deutschland leitete einen Wandel ein. Umweltthemen wurden auch politische Themen und hielten Einzug in Parlamentsdebatten und damit auch die öffentliche Diskussion.

Die ersten Artikelserien in Zeitungen und Zeitschriften, die sich ausführlicher mit der Umwelt beschäftigten, waren solche über den sauren Regen. Dieser hatte sichtbare Schäden in deutschen Wäldern angerichtet. Während das Ozonloch zwar messbar, aber unsichtbar war, konnte man den sauren Regen bebildern. Viele zeigten ganze Fotostrecken von sterbenden Wäldern und auch im Fernsehen gab es immer mehr Berichte. So erst wurde ein öffentlicher Druck erreicht und es gab neue Vorschriften für Emissionen.

Organisationen brauchen die Medien

Auch heute noch sind Medien wichtig, wenn es um die Verbreitung von Umweltthemen geht. Große Organisationen wie der WWF, Greenpeace wissen um die Macht, die Fernsehsender und Zeitungen auch heute noch haben. Durch das gewachsene Umweltbewusstsein sind solche Themen auch immer wieder attraktiv für die Leser und Zuschauer. Gute Quoten und hohe Verkaufszahlen bei Zeitungen und Zeitschriften machen solche Berichte dann auch für Medien wieder attraktiver, weil sie mehr Geld verdienen können.

Eine besondere Rolle bei der Umweltberichterstattung von Medien nimmt der investigative Journalismus ein. Hier recherchieren Reporter oft über einen langen Zeitraum hinweg über ein Umweltthema. Das kann die illegale Entsorgung von Abfällen einer Firma sein oder der Export von gefährlichen Stoffen ins Ausland. Werden die Recherchen dann veröffentlicht, kommt es nicht selten zu Konsequenzen für die betroffenen Firmen bis hin zu Gerichtsprozessen. Viele Umweltorganisationen helfen Journalisten auch bei solchen Nachforschungen. Sie geben Tipps, stellen Geld für Analysen zur Verfügung und können später politischen Druck ausüben oder eine Anzeige erstatten.